Alfred Sisley kam als Sohn englischer Kaufleute in Frankreich zur Welt. Sisleys Vater wurde reich mit dem Handel mit Südamerika. Nach der Schule wurde Alfred Sisley nach London geschickt, um dort ein Kaufmann zu werden.. Er jedoch wollte lieber Künstler werden und kehrte daher 1862 nach Paris zurück und trat in das Atelier von Charles Gleyre ein. Dort lernte er Pierre-Auguste Renoir und Claude Monet kennen. Den Rest seines Lebens blieb er mit beiden Malern befreundet.

Im Jahr 1866 heiratete Alfred Sisley Marie Lescouezec. Die beiden hatten zwei Kinder. Ein sehr schönes Gemälde des Ehepaares Sisley malte Renoir in 1868. Dieses Gemälde kann im Wallraf-Richartz-Museum in Köln bewundert werden.

Alfred Sisleys künstlerische Vorbilder waren die englischen Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts, beispielsweise William Turner, John Constable oder Richard Parkes Bonington. Dessen Bilder lernte er in London kennen. Später lernte er die französischen Maler Jean-Baptiste-Camille Corot und Gustave Courbet kennen. Im Pariser Salon von 1867 stellte er zum ersten Mal eigene Gemälde aus, wandte sich aber ab 1870 mehr und mehr den Impressionisten und ihrem Malstil zu.

Im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871 verlor die Familie Sisley ihr gesamtes Vermögen. Alfred Sisley war von diesem Zeitpunkt an ohne finanzielle Mittel,, auch wenn er einige Bilder verkaufen konnte. Nur durch diese Verkäufe konnte Sisley sich und seine Familie finanziell über Wasser halten und sich Farben und Malstoffe kaufen.

1874 beteiligte Alfred Sisley sich mit mehreren Landschaftsbildern an der 1. Impressionisten Ausstellung. In finanziellen Nöten, versuchte er es später nochmals mit dem Salon, was mit einem Misserfolg endete: Sein eingereichtes Bild wurde von der Jury abgewiesen. 1882 beteiligte er sich zum letzten Mal, mit 27 Gemälden, an einer Gruppenausstellung der Impressionisten.

Seit 1895 litt Alfred Sisley an Kehlkopfkrebs, an welchem er im Jahre 1899 verstarb. Sowohl Monet als auch Renoir kamen zu seiner Beisetzung.

Sisley war, im Gegensatz zu anderen Impressionisten, als schüchtern. Vincent van Gogh nannte ihn einmal den schüchternsten und sanftesten aller Impressionisten. Er erlangte zu Lebzeiten niemals die künstlerische Beachtung, die er verdient hätte.

Berühmt sind vor allem Sisleys Gemälde der Seine und ihrer Brücken in den Pariser Vorstädten. Im Gegensatz zu Monet, der oft die gleichen Motive gemalt hat wie Alfred Sisley, sind seineLandschaften und Orte in Ruhe gemalt. Im Laufe der Jahre vergrößerte sich Kraft, Ausdruck und Farbintensität bei Alfred Sisleys Gemälden. Bis zu seinem Tod blieb er dem Impressionismus in seiner kraftvollen Malweise treu.

Gemälde von Alfred Sisley:

Alfred Sisley Weg in Veneux-Nadon im Frühling
Alfred Sisley: Weg in Veneux-Nadon im Frühling

Alfred Sisley Platz in Argenteuil
Alfred Sisley: Platz in Argenteuil

Alfred Sisley Kornfeld
Alfred Sisley: Kornfeld

Alfred Sisley Kastanienallee in Celle-Saint-Claude
Alfred Sisley: Kastanienallee in Celle-Saint-Claude

Alfred Sisley Die Strohmieten
Alfred Sisley: Die Strohmieten

Alfred Sisley Die kleinen Wiesen
Alfred Sisley: Die kleinen Wiesen

Alfred Sisley Der Loing bei Moret
Alfred Sisley: Der Loing bei Moret

Aulistung von Werken von Alfred Sisley:
- Kastanienallee in der Celle-Saint-Claude
- Straße von Marlotte
- Erster Schnee in Louveciennes
- Brücke bei Villeneuve-la-Garenne
- Dorf am Ufer der Seine
- Maschinenhaus der Pumpe in Marly
- Brücke von Hampton Court
- Unter der Brücke von Hampton Court
- Überschwemmung in Port-Maly
- Ufer der Seine im Herbst
- Stilleben, Trauben und Nüsse
- Häuser am Ufer der Loing
- Ufer der Loing bei Moret
- Loing-Kanal
- Kirche von Moret
- Die Strohmieten